IFA 2026: Weniger Fläche. Mehr Erlebnis. Und ziemlich viel Zukunft.
Die IFA 2026 war spannend. Vor allem, weil sie sich an einigen Stellen deutlich anders angefühlt hat als noch vor ein paar Jahren. Weniger ganz große Player. Viele Messestände etwas kompakter. Weniger „größer, höher, teurer“. Und dann läufst du um die nächste Ecke – und eine Marke haut dir eine Inszenierung hin, bei der du erst einmal stehen bleibst. Genau das war für uns eine der interessantesten Beobachtungen: Auf einer Messe entscheidet heute nicht mehr automatisch die Größe über die Wirkung. Sondern die Idee.

Wer Aufmerksamkeit will, muss etwas daraus machen
Natürlich funktioniert ein spektakulärer Stand noch immer. Keine Frage. Aber viel spannender ist doch: Was passiert dort eigentlich? Bleiben Menschen stehen? Probieren sie etwas aus? Filmen sie es? Reden sie darüber? Nehmen sie die Marke mit nach draußen? Denn genau da trennt sich inzwischen Fläche von Erlebnis. Und das konnte man auf der IFA ziemlich gut beobachten.
Bei Gaming, Audio und Content war richtig Energie drin
Besonders Audio, Computing & Gaming und Content Creation haben richtig Spaß gemacht. Volle Hallen, viel Bewegung, Live-Demos, Creator, Gaming, Sound, Screens – da war permanent etwas los. Da ging der Punk ab. Und das Spannende daran: Viele Marken haben ihre Produkte dort nicht einfach erklärt.
Sie haben einen Grund geschaffen, sich mit ihnen zu beschäftigen.
Das klingt simpel, ist kommunikativ aber ein riesiger Unterschied. Ein Produkt anzuschauen ist das eine. Etwas auszuprobieren, zu erleben und anschließend darüber zu sprechen, ist etwas völlig anderes.Mobility war eines dieser „Okay, das ist Zukunft“-Themen
Dann Mobility. Ganz ehrlich: extrem spannend. Da stehen plötzlich Mobilitätslösungen vor dir, bei denen du merkst, wie schnell gerade unterschiedliche Welten zusammenwachsen: Technologie, Software, Design, Connectivity und klassische Mobilität. Und irgendwann stehst du vor einem Flugauto und denkst einfach: Ja. Brauche ich. Ob unbedingt notwendig, sei dahingestellt. Aber genau solche Dinge machen Messen eben auch aus. Sie zeigen nicht nur das, was heute schon funktioniert, sondern manchmal auch das, worüber wir morgen völlig selbstverständlich sprechen könnten.Und dann kommt IFA Next …
IFA Next war wahrscheinlich der Bereich mit der höchsten „Was passiert hier eigentlich gerade?“-Dichte. Robotik. KI. Start-ups. Zukunftstechnologien. Und mittendrin zwei Roboter, die sich einen Boxkampf liefern. Kann man sich nicht ausdenken. Aber gerade solche Momente sind interessant. Denn natürlich ist nicht jede Innovation automatisch der nächste große Markt. Die spannende Frage ist vielmehr:Welche dieser Technologien verändert wirklich Verhalten?
Was verändert unseren Alltag? Welche neuen Touchpoints entstehen? Und wo ergeben sich daraus plötzlich komplett neue Möglichkeiten für Marken, Services und Kommunikation? Genau deshalb ist es so wertvoll, solche Entwicklungen live zu sehen und nicht nur in einer Präsentation darüber zu lesen.
„Innovation for All“ passt erstaunlich gut
Unterm Strich trifft der IFA-Claim „Innovation for All“ die Messe ziemlich gut. Vielleicht ist nicht mehr alles ganz so gigantisch wie früher. Dafür wirkt vieles zugänglicher, interaktiver und näher an dem, was Technologie eigentlich schaffen sollte: Menschen neugierig machen. Die besten Auftritte waren für uns deshalb auch nicht zwangsläufig die größten. Es waren die, bei denen Produkt, Inszenierung, Content und Erlebnis zusammengepasst haben. Denn genau dann passiert etwas Spannendes: Aus Technologie wird eine Geschichte. Aus einem Messestand wird ein Erlebnis. Und aus Aufmerksamkeit wird im besten Fall echte Relevanz. Davon gab es auf der IFA 2026 ziemlich viel zu sehen. Und über das Flugauto müssen wir noch einmal reden.
